Prometheus Dreams

 

Autumn - EP

 

Im titelgebenden Opener ihrer EP: „Autumn“ lassen PD gleich ordentlich die Muskeln spielen. Der Song schwankt zwischen traditionellen Klängen und Modern Metal hin und her, was ihn unglaublich abwechslungsreich, ziemlich eigenwillig und eigenständig macht! Überwiegend im Mid-Tempo gehalten mit starken Grooves, verfällt man zwischendurch immer wieder in Raserei, wobei sehr auffallend ist, wie der Gesang immer wieder Variiert! Das Ganze dann noch herrlich abgerundet mit ein paar Nirvana Querverweisen! Stark, davon mehr!

 

Da es das Debut von PD ist, könnte man meinen, dass es mit dem zweiten Song: „Nemesis“  das Ziel war, die Rhythmus-Maschine der Band vor zu stellen. Dieses Stück härtesten Abriss-Stahls wird vom Bass dominiert, der vom Schlagzeug durch den Song getragen wird. Wobei die Gitarre bis auf ein paar Ausreißer diesmal etwas im Hintergrund bleibt. Ein saustark groovender Nackenbrecher, purer Heavy Metal.

 

Der dritte Song: „The art of manhunting“ startet mit einer unglaublich starken Death Metal Einlage, die dann letztlich von einem tonnenschweren Bass gebremst wird um dann in einen Klasse Song mit leicht epischem Einschlag zu starten, der sich zum Ende hin immer mehr steigert. Gekonnt gesetzte Loops wechseln sich mit brachial Einlagen ab und über allem schweben die Vocals wie auf einer Welle. Das ganze macht definitiv Appetit auf mehr.

 

Fazit: Ich habe hier vor mir das Debut einer jungen hungrigen Band. Unglaublich starkes Songwriting, da sind echt kreative Köpfe am Werk. Für das Review habe ich die CD ja nun öfter durchlaufen lassen und selbst nach dem 5. Oder 6. Hören entdeckt man immer noch Sachen, die man vorher nicht so wahrgenommen hat und das macht eine gute Scheibe aus! Unglaublich abwechslungsreich mit hohem Wieder erkennungswert. Über dem ganzen thronen die starken Vocals mit einer Klasse Stimme! Diese Band hat jede Menge potential und das Zeug zu Großem, Orakel ich mal.

Nächster Gig: 

Last Farewell Tour 2016

 

Methods of Massacre

 

Oddism

 

Anime Torment

 

Prometheus Dreams

 

13. 11.2016 - Pocca Bar

Das Bild ist per mausklick vergrößerbar! Karten gibt es bei den Bands im VVK.

Sector

 

Observation - EP

 

Live sind Sector eine Macht und wer sie schon einmal gesehen hat, der wird mir wahrscheinlich zustimmen. Nachdem ich sie nun 2 x auf der Bühne gesehen habe, war ich mehr als gespannt auf ihr erstes Studio Werk! Sofort nach den ersten Tönen war ich elektrisiert. Sie haben es geschafft, die rohe Energie ihrer Live-Auftritte und ihr Charisma auf CD zu bannen. 

 

Ein Sample, dazu ein donnernder Bass, der Reigen ist eröffnet. Bis der Song dann in einem mörderischen Gitarren-Riff mündet! Im Mittelteil maschinengewehrartige Gitarren-Salven, echte Gewehrsalven, heulende Sirenen, das ist: "Wrong Way" - ein gut gewählter Auftakt! Über dem Ganzen thront der mächtige Gesang von Nils, der auf CD genau so räudig klingt wie Live! Der Song hat etwas Hypnotisches.

 

"Upon request" kommt etwas lockerer und flockiger daher. Der Song wird von einer unglaublich genialen Sample-Melodie getragen. Zwischendurch wird dann das Gaspedal mal etwas durchgedrückt, gerifft wie Hölle um dann wieder in richtig fette treibende Beats zu verfallen, untermalt von einem wummernden Bass.

 

"In summery [you suck]": wenn man Nils so beim Singen zuhört, nimmt man ihm die Aussage voll und ganz ab, der Gesang klingt mächtig angepisst! "In summary..." ist der verspielteste Song der EP. Viel Elektro, klasse Gitarren und ein geniales Solo! Sehr metal-lastig! 

 

Mit einem unheilsverkündenden Intro geht es dann ab in den Titelsong, der den Abschluss der EP bildet! Treibende, unglaubliche fette Hammer-Beats, elektro-technisch werden hier noch einmal sämtliche Register gezogen, Sirenen, Polizeisirenen. Trotz des Elektro ist dieser Song ein fast reinrassiger Metal-Song, der ordentlich kracht, mit Soli und Riffs par excelance! Perfekt!

 

Fazit: Sector haben sich mit ihrem Sound eine eigene Nische geschaffen, denn ihr Industrial, mit ordentlicher Metal-Kante und einer Portion Elektro klingt sehr einzigartig! Mit hohem Wiedererkennungswert! Auch wenn ich mich vielleicht jetzt wiederhole, beim Hören hat man immer das Gefühl, sich in einem Video-Spiel zu befinden, in dem Soldaten durch Fabrikruinen schleichen. Ganz großes Kino! Absolut!!!!

Wer noch mehr über Sector lesen möchte, weitere Artikel auf Metal-Crucible:

 

Artikel: Demozone

Live-Review: Marx, 7.2.15

Live-Review: Kaiserkeller 2.4.15

Taste of Greed

 

The Feast - EP

 

Schon gleich im Opener von "The Feast" ziehen Taste of Greed sämtliche Register ihres Könnens und servieren uns ein Midtempo-Brett, das eine wahre Freude ist und den Puls gleich hochschnellen lässt. Der wütende und aggressive Gesang fügt sich nahtlos in die Soundwand ein. In der B-Strophe schaffen die Jungs eine elegante Kombination aus ruhigen Passagen, die dann sofort wieder in ein Gitarren-Sperrfeuer münden.

 

Beim zweiten Song "Downfall" wird nach etwas ruhigerem Beginn mit einem geilen Riff das Gaspedal etwas mehr durch gedrückt. Zwischendurch wird immer mal gegroovt, um dann zum Schluss hin in Raserei zu verfallen. Dabei fällt mir immer wieder auf, wie sehr die Rhythmus-Sektion von TOG bollert und hämmert, dass es eine wahre Pracht ist - mit einem genialem Drummer!!!! Spitze!

 

"New Age": Ein Song, der geradezu zum Headbangen und Mitgrölen einlädt, der Live zu den Highlights gehören dürfte. Zwischendurch immer wieder kurz Klargesang, der durch ein Megaphon zu kommen scheint, grooven und swingen sich TOG durch diesen genialen Song, der auch absolut Partytauglich ist!

 

Zum Abschluss im letzten Song zeigen sich TOG noch einmal richtig verspielt in ihren geilen Gitarrenläufen und starken Double-Bass Attacken! Auch der Sänger gibt hier noch einmal alles! Genial. Marschartige Rhythmen, wilde Raserei, stark groovende Elemente, hier werden noch einmal sämtliche Trademarks aufgefahren, um dann auf einen Schlag zu enden.

 

Na, das nenne ich doch einen Einstand nach Maß! Bin ziemlich beeindruckt. Diese EP ist eine starke Ansage an die Konkurrenz: Die Scheibe wächst mit jedem Hören, bis sie sich zu einer Sturmfront aufbaut, die Dich weg bläst! TOG legen hier die Messlatte sehr weit nach oben für einen hoffentlich bald folgenden Longplayer! Das macht Appetit auf mehr, vor allem Live!!!!

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Taste of Greed Homepage

 

Auf der Homepage kann man die EP hören und downloaden