Für diesen Abend wurde eine Unwetter Warnung für Niedersachsen und Schleswig Holstein herausgegeben. Hamburg also im Auge des Hurrikans? Na, das muss sich doch toppen lassen, so machte ich mich bei typischem Hamburger Schmuddelwetter auf den Weg zum Club-Dreieck an der Bahnbrücke über die Strese, mein Ziel die Bar227, denn hier war für den heutigen Abend ein Death Metal Hurrikan angekündigt! 

 

Als ich an der Brücke aus dem Bus stieg und auf die Ampel wartete, wurde ich bereits vom Soundcheck in Empfang genommen: "Ah, klingt wie zu Hause, hier bin ich richtig" Immerhin Luftlinie 50m und ne dicht befahrene Straße dazwischen! Respekt!!!! Also die Lautstärke passte schon mal! ;-)

Als erstes ging es dann, pünktlich um 20 Uhr, ziemlich räudig mit Torture Gut aus Ahrensburg zur Sache. TG sind beileibe keine Unbekannten mehr und haben sich in Hamburg schon einen guten Namen erspielt. Sie hämmerten ihren solide gemachten Death mit stark groovenden Elementen in die lechzende Meute. Die Bar227 war Heute Abend überraschend gut gefüllt.

Torture Gut dazu: "Es war ein großartiger Abend, hätten in keinster weise damit gerechnet, dass so viele Leute mitten an einem verregneten Mittwoch kommen. Der Sound war super, die Gäste sehr gut drauf und wir hatten mächtig Spaß. Wir bedanken uns sehr bei den Jungs von der Bar227, Morbitory, Soulforger, Christian Tama und allen Gästen. Gerne wieder! Als nächstes werden wir in naher Zukunft endlich unser Album veröffentlichen".

Nach dem die Meute schon gut "warm" geboxt war und einer kurzen Umbaupause, ging es dann mit Soulforger aus Hamburg weiter. Ob das nun Melodic "Death Metal" ist, was Soulforger machen, das lasse ich mal dahingestellt! Angekündigt als die melodiöseste Bands des Abends ging es jetzt volle Kante zur Sache, denn melodiös war es allemal und richtig schön Old School! Zwischendurch klang mal ein bisschen Amon Amarth an, oder es sprang einem ein Slayer-Riff an, aber alles klang sehr eigenständig! Die Band präsentierte sich voller Spielfreude und Super eingespielt! Sehr auffällig das geniale Harmonieren der beiden Gitarristen, das war aller erste Sahne. Der neue Basser fügte sich nahtlos ein! 

Der fliegende Wechsel der Bands in der Bar227, klappte wie immer perfekt, Hut ab! Die Zeit reichte gerade für ein kleines Schwätzchen vor der Tür und schon ging es dann auch schon mit Morbitory in den Endspurt! Und es war vorbei mit Melodie, sie hämmerten ihren klassischen Death Metal ziemlich gekonnt ins Rund, das auch noch mal alles gab! Sie wirkten auf mich gut eingespielt und sehr professionell, hatten den Laden voll im Griff.

Morbitory dazu: "Wir freuen uns, dass die Leute ihre lokalen Bands unterstützen und so zahlreich da waren. Danke an alle! Danke an Soulforger für die Orga und die Bar 227, cooler Laden und mal wieder nette Leute. Grüße an Soulforger und Torture Gut. Hat Spaß gemacht, gern wieder!"

 

Mal wieder ein klasse Wohnzimmer Konzert, 3 richtig gute Bands, 50 Zuschauer, ich liebe es! Der Abend  war leider viel zu schnell zu Ende. Ein Absoluter Top-Sound, das stelle ich mir in so einer Bar nicht einfach vor! Ein phantastisches Publikum, das die Bands abfeiert! Herz was brauchst Du mehr!

A-Star Music präsentiert jeden Mittwoch: Live-Musik vom allerfeinsten, bei freiem Eintritt! Wechselnde Bands und wechselnde Musikstile! 

 

Vielen Dank an die Bands für die Hilfe bei der Zusammenstellung dieses Nachberichts.

Für weitere Infos, Tourdaten etc. hier ein paar Links:

 

Torture Gut auf facebook

 

Soulforger auf facebook

 

Morbitory auf facebook

Jürgen Gieselmann für Metal Crucible

Was für ein geiler Abend, in einem meiner Lieblingsclubs, dem altehrwürdigen Logo. Eines der besten Konzerte in diesem Jahr.

BrainShuffle eröffneten und ließen erst gar keine Fragen aufkommen in welche Richtung es heute Abend gehen wird, Power und noch mal Power! Ein verhinderter Gitarrist wurde kurzerhand durch einen Papp-Kameraden mit Luftgitarre ersetzt, der einem bekannten Fernsehkoch ziemlich ähnlich sah! (Was für ein Einfall, genial!). BS feuerten 30 min lang gekonnt ihren Modern Metal in das gut gefüllte Logo und auch die Ansagen des Sängers sorgten dafür, das nach kurzer Zeit Party-Stimmung aufkam. 

 

Setlist: 

1 Paradox Worship

2 The Harbinger

3 Pure Experience

4 The Artitst

5 Tempest

6 The Song of The Scythe

Nun lag es an Declare your Funeral, den Level hoch zu halten, was ihnen mit ihrem Energie geladenen Metalcore mühelos gelang. Zwischendurch gab es immer wieder sowas wie einen Mosh-Pit, also die Stimmung war echt genial. Man merkte auch ziemlich deutlich das heute Abend Bands am Start waren, die dem Modern und Nu Metal huldigten, dementsprechend jung war das Publikum. Welches nun mittlerweile völlig auf 180 war und die Bands richtig abfeierte.

Dann war es Zeit für unsere Glühwürmchen von Interra, mit Knick-Lichtern die Bühne in giftgrünes Licht getaucht herrschte sofort die richtige Atmosphäre für ihren Melodic Death Metal. Diesmal sogar Lichter im Publikum verteilt, damit wir zurück leuchten können. Eine phänomenale Atmosphäre, es ist immer wieder faszinierend, wie und in welcher Geschwindigkeit es Interra gelingt das Publikum abzuholen und mit einzubeziehen, so das alles eines wird! Ausraste-Faktor hoch: Ich hatte Interra jetzt schon 1 Jahr nicht mehr gesehen, ich hatte den Eindruck, das ganze klingt jetzt noch gereifter und eingespielter, da wächst was großes heran.

 

Setlist:

1. Your Salvation

2. Weaker Self

3. Masquerade

4. All For None

5. Maze Of Deception

6. Paranoid

7. Suppression

 

Nachdem Interra 40 Min lang alles nieder gebügelt haben und der Stimmung-Level schon an der Schmerzgrenze war, war ich ja nun mehr als gespannt auf den Headliner.

Das war ihre Party an dem Abend, Prometheus Dreams feierten den Release ihrer Debüt-EP: "Autumn"! Vorher gab es auf YouTube schon mal einen Song als Appetithappen, den ich an dem Tag als ich ihn zu erst hörte, rauf und runter dudelte. Klang ziemlich außergewöhnlich, man durfte gespannt sein.

 

Der Sound war jetzt optimal, PD boten eine Klasse Performance und hämmerten ihrem klassischen, modern angehauchten Metal in die nur all zu bereite Meute, der Sänger hatte das Publikum jederzeit voll im Griff, jetzt ging die Party noch mal für 60 Minuten voll ab.

 

Ich habe mich noch mal erkundigt, weil ich konnte es kaum glauben, aber PD gaben heute Abend ihren 6. Gig. Sie wirkten auf mich so dermaßen professionell und eingespielt, als würden sie schon eine Ewigkeit zusammen spielen. 

 

Das war bärenstark, ganz großes Kino! Wer das einmal gesehen hat, der kommt bestimmt wieder! Ich auch!

Setlist Prometheus Dreams:

 

1. Hymn Of The Fallen

2. Mirror’s Edge

3. Autumn

4. Stitched Eyes

5. Angst

6. Fire

7. Nemesis

8. One Last Dance

9. Evilution

10. Wish You Were Here

11. The Art Of Manhunting

Alles in allem ein toller Abend, der definitiv Appetit auf mehr macht. ich kann immer nur wieder sagen, Leute geht in die Klubs, schaut Euch Eure Lokalen Bands an, an dem Abend haben wir wieder 4 echte Perlen gesehen, das ganze für 8€ Eintritt im VVK. Vor allen Dingen: das ist noch Musik zum mitmachen und anfassen, das können Dir die Großen nicht bieten. Und musikalisch stehen diese Bands den sogenannten Großen in nichts nach, eher im Gegenteil!

Jürgen Gieselmann für Metal-Crucible