Im Nord-Westen von Hamburg, im schönen Städtchen Elmshorn zieht ein mächtiger Sturm auf, die Lokale Szene war zum ersten mal mit einem Open Air am Start. Lokale Bands, dazu ein paar Bands von außerhalb und viele ehramtliche Helfer haben dafür gesorgt, das es ein gelungener Auftakt wurde.

 

Christian Tama (Drummer bei Soulforger) war für Metal Crucible vor Ort, hier eine kleine Nachlese.

 

Der RIK Banner ist auch Gleichzeitig ein Link zur facebook Seite vom RIK. Alle Bilder sind per Mausklick vergößerbar.

© by Tin Nitus
© by Tin Nitus

Endlich mal draussen - Rock im Kranhaus Open-Air #1

 

Wenn man zum ersten Mal ein Open-Air dieser Art in Elmshorn organisiert und das Wetter mitspielt ist das gut, wenn es dann gleich Freibadwetter ist, ist das der Hammer.

 

Und so war es beim ersten Rock-im-Kranhaus Open-Air. Für alle, die wie ich schon einen Sonnenbrand hatten, gab es zwischen den Imbiss und Getränkewagen ein schattiges Plätzchen. Von dort konnte man aber auch gut die Bühne sehen. Denn alles war recht gemütlich, so darf es sein beim ersten Mal ;-)

 

Die Musik war sehr gemischt, darauf wurde Seitens der Veranstalter auch besonders geachtet, Rock, Hardrock, Punk und auch härte Sachen wie Melodic Deathmetal und Grindcore.

 

6 von 9 Bands kamen aus Elmshorn, damit dient das Festival auch zur Unterstützung der lokale Szene. Sagenhaft, was es für gute Bands in Elmshorn gibt. Da einige von Ihnen noch nie auf einem Open Air gespielt haben, bekamen Sie hier die Chance dazu weiß Randolf, Mit-Organisator und Drummer bei Boreout Syndrome.

 

Seine Band war dann auch eine der härteren Sorte - mit ihrem brutalen Mix aus Deathmetal, Deathcore und Grindcore reissen sie hier alles nieder. Ins Auge sticht das weisse Hemd ihres neuen blutjungen Bassisten, welcher wohl in die Politik gehen will…daher wohl sein „Dressman“-Outfit ;-)  aber bei Boreout Syndrome schockt einen nichts mehr…seht euch das Gemetzel selbst einmal an:

© by Karin Brodowsky
© by Karin Brodowsky
Interra © by Tin Nitus
Interra © by Tin Nitus

Interra aus Hamburg deckten den Bereich des Modern Melodic Death Metal ab und brannten mit ihren Riffs und Melodien hier alles nieder. In Hamburg haben sie sich schon einen gewissen Bekanntheitsstatus erarbeitet, so konnten sie z.B. vor kurzem in der Markthalle auftreten.

Bin gespannt was als nächstes folgt, wenn erstmal alle ihre neuen Songs im Kasten sind ….

 

Fred Dy (Interra) © by Tin Nitus
Fred Dy (Interra) © by Tin Nitus
Kahuna © by Karin Brodowsky
Kahuna © by Karin Brodowsky

Über Kahuna muss man nicht mehr viel sagen, sie sind einfach eine lokale Größe geworden.

Sie haben ja schon einige Konzerte in den letzten Jahren gespielt und diese Live-Erfahrung sah und hörte man ihnen an. Da ich sie noch nicht kannte, war ich gespannt was unter “Woman fronted Alternative-Grunge-Rock-Pop-Metal”  gemeint ist. Joah, das war eine abgefahrene Mischung zu der man richtig abgehen kann. Und das taten die gefühlt über 200 Gäste dann auch.

 

Dazu Mia von Kahuna: Zum Festival: Ja, erst mal affengeil, dass mal wieder ein bisschen Leben in die Bude kommt hier in Elmshorn. Jedes kleine Dorf hat sein eigenes Festival und Elmshorn....Flaute! Sehr geil, dass sich da jetzt n paar Leute hintergeklemmt haben und es ist echt fett geworden! Klar war die Bühne jetzt nicht die größte, aber die Hauptsache ist, dass der Sound stimmt (und das hat er dann, Sascha!) und die Stimmung geil ist! Elmshorn lebt wieder! News bei uns sind gerade, dass wir den 2. Platz im EMERGENZA Finale gemacht haben und vor kurzem unsere Recordings zu unserer EP abgeschlossen haben. :)

Mit etwas softeren Klänge konnten Static Operator überzeugen, sie konnten dem Publikum als Opener mit Klassischem Hardrock einheizen. Sie selbst sagen sie daß das RiK-Open-Air „'ne echt heiße Angelegenheit“ war. 

So konnten sie das Publikum – auf dem anfangs noch recht überschaubaren Festivalgelände -  nun mit ihren Hits "Rock 'n' Roll" und "Vampire Bride"  noch mehr ins Schwitzen bringen.

 

Wie ich mitbekommen hab, soll sich nächstes Jahr verstärkt um Sponsoren gekümmert werden. „Da muss man immer schon im Winter des Vorjahres bei den Firmen anfragen, da die Firmen dann ihre Budgetplanung machen weiss Randolf.“ Als Eventprofi weiss man das natürlich, aber solche gibt’s beim RIK Open Air nicht. Muss auch nicht, es hat auch so geklappt.

  

Christian Tama für METAL-CRUCIBLE

 

„Eine gute musikalische Mischung und die Stärkung der lokalen Szene war uns wichtig.“

 

Randolf Weidemann, Mit-Organisator und Drummer bei „BOREOUT SYNDROME“ steht Rede und Antwort zum ersten ROCK-IM-KRANHAUS-Open-Air.

 

Hinter dem Festival steht ein Orga Team von 4-5 Leuten und gute Partner bei Bühne und Technik.“ Bei uns ist alles DIY (Do-It-Yourself) und Low Budget und wir sind keine professionellen Eventmanager. Die Bands haben keine feste Gage bekommen, aber etwas aus den Spendenbeuteln. Denn wir haben zwei Säcke aufgehängt wo die Leute ihren Becherpfand für die Bands Spenden konnten, dadurch haben die Bands wenigstens n Bisschen was abbekommen.

 

Zum Glück konnten wir das Gelände, Strom und  das Wasser für die WCs auch umsonst nutzen. Dadurch blieben die Kosten gering.            

 

Metal Crucible: Gab es Herausforderungen oder Hindernisse bei der Umsetzung des ersten RIK Open Airs, die ihr meistern musstet?

 

Die Herausforderung war und ist das wir keine Eventprofis sind. Wir lernen immer dazu aber es hakt noch hier und da. Wir haben uns viel zu spät um Sponsoren gekümmert. So was macht man, bereits im November, Dezember da die jeweiligen Firmen ihren Etat für das nächste Jahr festlegen. Das haben wir uns für nächstes Jahr vorgenommen.

 

Wir werden das Festival erstmal „sacken lassen“, dann steht auch die Planung für nächstes jahr an….ganz oben auf unserer Liste von Verbesserung steht eine bessere (Sound)-Anlage.“

 

Die Location wird vom:  Freundeskreis Knechtsche Hallen - Keimzelle Kranhaus e.V. zur Verfügung gestellt. 

 

Cool dass ich mit Randolf sprechen konnte,  hab jetzt einen fetten Sonnenbrand und einen Kater aber bin schon gespannt auf nächstes Jahr…..hoffentlich gibt’s dann ROCK-IM-KRANHAUS-Open-Air #2

 

Christian Tama für METAL-CRUCIBLE

Da dies nur eine kleine Nachbetrachtung und kein Live-Review im eigentlichen Sine ist, ein "Sorry" an: Fulla, Screaming Stereo, Soundstory, Until "we" Die und The Pies, die mit ihren starken Auftritten zum Gelingen des Festivals beigetragen haben, aber nicht berücksichtigt wurden. Wir hatten eigentlich einen Aufruf gestartet, ein paar Zeilen zu schreiben. 

Metal Crucible Bedankt sich bei: Tin Nitus und Karin Brodowsky für die Freigabe der Bilder, die fantastisch sind. Weitere Bilder zum RIK von den beiden gibt es in Alben auf der Seite den RIK.

 

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Karin Brodowsky auf facebook

 

Ein weiterer Dank an Randolf Weidemann (Mitveranstalter und Drummer bei Boreout Syndrome) und Mia von Kahuna für die kurzen Statements  zum Festival.