Die Bar 227 in der Schanze (Ecke Stresemannstr./Max Brauer Allee), bei der Eisenbahnbrücke ist eine kleine aber feine Bar, die man für Konzerte mieten kann. Die spartane Einrichtung mit der kleinen Bühne und dem Tresen erinnert mich immer wieder sehr an die Klub-Gigs der goldenen 80er Jahre.  So ein "Wohnzimmerkonzert" kann eine Intensität erreichen, wie an diesem Sonntag geschehen, die Dir keine Halle bieten kann, auch die Markthalle nicht! Um mal diesen alten Werbespruch zu bemühen: "Mittendrin statt nur dabei."

Foto: © by Thomas Sprenger
Foto: © by Thomas Sprenger

Alle Bilder sind per Mausklick vergößerbar!

"Ein Leben lang, die selbe Unterhose an!!!!", Ich bin immer noch nicht über den Auftritt von: Meister Scheisze, die den Opener machten,  hinweg! Wie geil war das denn bitteschön? Das was Meister Scheisze da 40 Min lang zelebrierten war vom allerfeinsten!

 

Der Sound absolut Top das Publikum vom ersten Song voll da! Paaaaadie is angesagt! Musikalisch haben MS zwar dem Death Metal Genre nichts Neues hinzu zu fügen, es werden aber gekonnt sämtliche Standards abgerufen, immer wieder aufgelockert durch eingespielte Samples und swingende Einlagen! Und wenn man als Band einen so charismatischen Frontmann mit echten Entertainer Qualitäten hat, kann nichts mehr schief laufen! Das Stageacting der gesamten Band absolut sehenswert!

Foto: © by Thomas Sprenger
Foto: © by Thomas Sprenger

Dazu eine unglaublich unterhaltsame Show! Da werden Unterhosen ins Publikum geworfen, mit der Aufforderung sie während des nächsten Songs über dem Kopf kreisen zu lassen und dem Hinweis: "Keine Angst, die sind nicht gewaschen." Dann die Klopapier-Kanone, mit der 3-4 Rollen Klopapier über die Köpfe der Anwesenden hinweg geschossen wird, so das anschließend während des Konzerts das Papier von der Decke hängt! Und als Rausschmeißer bei der Verabschiedung der Song vom Rügenwalder Mühlenfest! Genial...

 

Ich überlege schon seit 2 Tagen, wie ich das ganze hier in das Review einbaue, fällt ein wenig schwer zu beschreiben, denn das muss man erlebt haben, definitiv! Davon mehr, mehr, mehr...

Setlist:

1. Intro

2. Meister Scheisze

3. Jetzt Wird’s Kotig

4. They Call It Fisting

5. No Campari, No Party

6. Ein Leben Lang

7. Schwarzer Kaffee

8. Der D-Mann

9. Urlaub From Outa Shit

10. Der Mit Dem Kot Tanzt

11. Entschuldigung I.P.B

Man war jetzt gespannt ob Venatic den Energie-Level hochhalten können! Wie sagte mein Nebenmann: "Jetzt wirds ernst!" Alles klar, kein Problem, jetzt war "Derbes Metal Gelöt" angesagt! Nach einem stimmigen Intro, mit ein paar witzigen Einwürfen des Gitarristen ging es sofort ab in den 45 Min. langen  bärenstarken Set aus melodiösem Power-, Speed und Heavy Metal.

Foto: © by Thomas Sprenger
Foto: © by Thomas Sprenger

Venatic agierten professionell, wirkten super eingespielt und strotzten vor Spielfreude, man merkte den Spaß, den sie bei dem Gig hatten und die Ansagen des Sängers und des Rhythmus-Gitarristen trugen ebenfalls dazu bei, das die Stimmung am kochen blieb!

Jeder Song wurde abgefeiert! Der Höhepunkt des Gigs dürfte die Coverversion des 80er Klassikers: "All you Zombies" von den Hooters gewesen sein! Wobei hier jeder elektronischer Schnickschnack des Songs weg gelassen wurde und er in einer richtig geilen Metal-Version gespielt wurde! Genial!

Foto: © by Thomas Sprenger
Foto: © by Thomas Sprenger

Ich habe während des ganzen Sets von Venatic immer und immer wieder gedacht, an wen erinnert mich die Stimme des Sängers und die Art zu singen! Ich hab fast eine ganze Woche gebraucht um dahinter zu kommen, lies mich nicht los! Aber manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäume nicht! Im nachhinein gab es jetzt eine kleine Gänsehaut! Der Gesang klang nach Ronnie James DIO!

Setlist:

1. Catalyst

2. Boiling Sewers

3. Bleeding Alpha

4. Nyctophobia

5. Alteration

6. All You Zombies

7. Fatal Devotion

8. The End Of Heartache

9. Dust (Es)caped

Foto: © by Thomas Sprenger
Foto: © by Thomas Sprenger

Taste of Greed starteten mit "Downfall" in ihren  Set, kaum ein Song eignet sich besser, denn der Song baut sich langsam auf, erzeugt eine Mega-Spannung, die sich dann in ein amtliches Thrash-Gewitter entlädt! 

Spätestens beim 2. Song  wird klar, das ToG nicht gewillt sind es mal ruhiger angehen zu lassen, sondern Vollgas ist angesagt! Es wurde ein Neuer Song  gespielt und schön, das mit "Liar" es auch eine ältere Nummer in die Setlist geschafft hat, die wirklich keine Wünsche offen lies.

Spielfreude Pur bei TOG, auch das Publikum gab trotz der vorgerückten Stunde auf einem Sonntag noch einmal alles! Da wird schon mal im Publikum weiter gespielt und die Gitarren gekreuzt, die Matten fliegen!

Nach 50 Minuten wurden wir dann mit dem Song "March" nach Hause geschickt. Der Klasse Abschluss Applaus sagte alles, wer diesen Abend mit diesen 3 tollen Bands genossen hat, der kommt wieder!

Foto: © by Thomas Sprenger
Foto: © by Thomas Sprenger

Setlist:

1. Downfall

2. The feast

3. Liar

4. Burried greed

5. New age

6. Opener

7. Halo

8. March

Fazit: Das war mal wieder ein unglaublich geiles Underground Konzert! Publikum und Bands gaben alles an diesem Abend! Alle 3 Bands waren mit Spielfreude und Spaß bei der Sache, das Publikum ging voll mit, es machte Spaß, es war Party! Das ganze hat: 5 € Eintritt gekostet! Ich habe seit Anfang diesen Jahres beschlossen, mir mal anzuschauen, was in und um Hamburg so los ist und habe schon ein Paar solcher tollen Konzerte gesehen. Ich kann nur empfehlen Leute, schaut Euch mal Eure lokalen Bands an und unterstützt sie wo ihr könnt!

Alle Fotos auf dieser Seite bei: Thomas Sprenger, vielen Dank für die Freigabe für mein Review.

 

Vielen Dank auch an die Bands für den geilen Abend und die Mithilfe bei der Zusammenstellung dieses Reviews.

 

See you on the Road

 

Metal Crucible ist kein offizielles Magazin, sondern eine private Homepage! Dieses Review wurde geschrieben von einem Fan für Fans.